Aktuelles aus dem STRALSUND MUSEUM

Marinemuseum geht bald in die Winterpause 

Noch bis zum 31. Oktober lädt das Marinemuseum zum Besuch ein.

Interessierte Gäste finden den Außenstandort des STRALSUND MUSEUM beim Überqueren des Rügendamms auf dem zwischen der Hansestadt und Rügen gelegenen Dänholm. In dem kleinen Spezialmuseum erfährt man alles über die militärgeschichtliche Entwicklung des Eilandes, das schon im Mittelalter eine strategische Bedeutung besaß und das als Stützpunkt der Preußischen, Reichs-, Kriegs-, Volks- und Bundesmarine diente. Neben den Ausstellungen in einer der ehemaligen Kasernen wird auch das Außengelände genutzt. Imposantestes Schauobjekt hier ist das Original eines Marinehubschraubers vom Typ „Mi-8 TB“. Geöffnet hat das Museum von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr.

Text/Foto: STRALSUND MUSEUM/Jörn Lehmann

Da, guck mal da! - Erich Kliefert (1893 - 1994)

Arbeiten Erich Kliefert’s in großer Sonderschau zu sehen 

Am 20. Juni 2018 jährte sich der Geburtstag des bekannten Stralsunder Malers Erich Kliefert zum 125. Mal. Dieses Jubiläum ist für das STRALSUND MUSEUM ein willkommener Anlass, um mit einer umfangreichen Sonderausstellung an das vielfältige Schaffen dieses großartigen Künstlers zu erinnern.

Vom 27. Oktober an bis zum 3. März 2019 werden seine Arbeiten in der Großen Galerie im Katharinenkloster zu sehen sein. "Da, guck mal da!" - ein von Kliefert gern getätigter Ausspruch, gibt der Retrospektive ihren Titel. Und zu gucken gibt es für die Besucher jede Menge: Gezeigt werden ca. 150 Bildern unterschiedlichster Techniken, Skizzenbücher, Spielsachen die er für seine Kinder angefertigte sowie Fotos und Dokumente. Anteil an dieser facettenreichen Ausstellung hat neben privaten Leihgebern auch der Koserower Kunstsalon. 

Seit 1924 hatte der Maler und Grafiker Erich Kliefert seinen Lebensmittelpunkt in Stralsund. Hier schuf er sich zusammen mit seiner Frau Mathilde Kliefert-Gießen ein Heim und zog zwei Kinder groß. Zuvor absolvierte der gelernte Glasmaler bereits ein Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin. Nachdem er als Soldat aus dem Ersten Weltkrieg unversehrt zurückgekehrt war, setzte er hier seine Studien noch für drei Jahre fort, bis er ab 1921 als Kunsterzieher, Maler und Grafiker tätig wurde. 

Von Stralsund aus unternahm Kliefert später Studienreisen bis nach Italien. In der Hansestadt fanden seine Arbeiten zudem schnell Anerkennung. So durfte er Anfang der 1930-er Jahre Entwürfe für Plakate, Broschüren und Stadtpläne liefern, mit denen der Tourismus vor Ort in Schwung gebracht werden sollten. Zum 700-jährigen Stadtjubiläum entwickelte er einen „Stadtbaukasten“. Sein größtes Auftragswerk gipfelte jedoch in der Ausmalung der Bahnhofshalle mit großformatigen Ansichten von Stralsund und Rügen (1935/36). Damit hat sich für den charismatischen Künstler nicht nur ein Lebenstraum erfüllt, sondern Erich Kliefert hatte sich damit bereits zu Lebzeiten selbst ein Denkmal gesetzt. Mit 52 Jahren, im Februar 1945 erneut zum Kriegsdienst eingezogen, überlebte er auch den den Zweiten Weltkrieg ohne körperlich Schaden zu nehmen und kam nach kurzer sowjetischer Kriegsgefangenschaft in die Sundstadt zurück. Hier wirkte Erich Kliefert bis ins hohe Alter - leitete mehrere Kunstzirkel, arbeitete als Maler, Grafiker und Restaurator, war Abteilungsleiter an der hiesigen Volkshochschule und wurde mit Beginn seines Rentenalters noch zum freischaffenden Künstler. 1993, zu seinem 100. Geburtstag, ernannte ihn Stralsund zum Ehrenbürger und würdigte so einen für die Region herausragenden Künstler. 

Text/ Foto: STRALSUND MUSEUM

Meisterwerk der Kartografie

Die Lubinsche Pommernkarte von 1618

Ab 29. September lockt das STRALSUND MUSEUM mit einer Sonderausstellung zum Besuch, in der die Lubinsche Karte von 1618 im Fokus steht. Diese Karte war bis zum 18. Jahrhundert die Grundlage für alle gedruckten Landkarten Pommerns. Bis heute ist sie von großer historischer und künstlerischer Bedeutung.

Schöpfer dieser ersten vollständigen Karte des Herzogtums Pommerns war der an der Rostocker Universität lehrende Eilhard Lubin. Er gehörte zu seinen Lebzeiten (1565 bis 1621) zu den bekanntesten Gelehrten und setze sich mit der Lubinschen Karte als seinem wichtigsten und umfangreichsten Werk selbst ein Denkmal. Eilhardt Lubin gilt heute als ein bedeutender Geograph des 17. Jahrhunderts.                      

Sein erstes kartografisches Werk war die Landkarte der Insel Rügen, die als Kupferstich vonJodocus Hondius 1609 im Atlas von Mercator und Hondius „L'Atlas ou Mediationes cosmographiques“ erschien. Lubin widmete sie seinem Förderer dem Herzog Philipp Julius von Pommern - Wolgast.

Beim Herzog Philipp II. von Pommern - Stettin fand die Karte ebenso Anerkennung. Er gab 1610 Lubin schließlich den Auftrag eine Karte für das gesamten Herzogtums Pommern zu erstellen. Nach umfangreichen Vorarbeiten durchreiste dieser von August bis Oktober 1612 Pommern und führte die notwendigen Landvermessungen durch. Der 1614 gefasste Beschluss, die Karte mit den Ansichten der Städte, den Wappen der adligen Familien und den Porträts der damals lebenden Herzöge zu ergänzen, erhöhte den Aufwand für das Kartenwerk beträchtlich. Schließlich kamen noch ein Stammbaum des Greifenhauses und eine landeskundliche Beschreibung des Herzogtums dazu. Der Kupferstecher Nikolaus Geelkercken gravierte die Karte in Amsterdam auf 12 Kupferplatten. Die gedruckten Blätter wurden zu einer Karte im Format 1,25 × 2,21 Meter zusammengefügt. Im November 1618, einige Monate nach dem Tod Philipps II., konnte Lubin die ersten Exemplare in Wolgast an Philipp Julius überreichen.                                                                                                               

Die Ausstellung in der u. a. auch zeitgenössische Messinstrumente, Literatur, Münzen und Medaillen gezeigt werden, ist in der Kleinen Kojengalerie im Katharinenkloster bis zum 27. Januar 2019 zu sehen.

Text/ Foto: STRALSUND MUSEUM

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