Der mittelalterliche Paramentenschatz

Das STRALSUND MUSEUM birgt einen kostbaren Bestand, der in Norddeutschland seinesgleichen sucht. Über viele Jahrhunderte hinweg haben sich in Stralsund etwa vierzig mittelalterliche Paramente erhalten.

Dabei handelt es sich vor allem um Prachtgewänder, Kaseln und Dalmatiken, die die Priester in der Messe getragen haben, aber auch um Decken und Vorhänge für die Altäre. Die vierzehn Priesterkleider stammen zumeist aus dem 15. Jahrhundert. Sie sind aus verschiedenen reichgemusterten Seidenstoffen gefertigt worden, die außerordentlich teuer waren und über weite Strecken hinweg gehandelt wurden. Die Farben, vor allem aber die Muster der Stoffe, verweisen auf die Herkunft aus den großen italienischen Seidenzentren Lucca und Venedig.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Greifswald, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen wurde, untersuchte die Kunsthistorikerin Juliane von Fircks von 2004 bis 2008 die Geschichte des Bestands. Gleichzeitig wurde an den Objekten selbst gearbeitet und geforscht. Die Textiltechnikerin und gelernte Schneiderin Birgit Krenz, analysierte nicht nur die Schnitte, sondern auch die teilweise stark verblichenen Muster der Gewänder.

Als Resultat des Gemeinschaftsprojekts ist ein Buch entstanden, in dem dieser seltene Schatz einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

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