Aktuelles aus dem STRALSUND MUSEUM

Sonderausstellung "HELDEN SIND NICHT EINZELNE"

Die Reformation in Stralsund

500 Jahre Reformation – dieses Ereignis wird auch in Mecklenburg-Vorpommern mit vielfältigen Veranstaltungen über das gesamte Jahr 2017 gewürdigt.

Das STRALSUND MUSEUM präsentiert aus diesem Anlass eine Ausstellung unter dem Lutherausspruch „Helden sind nicht Einzelne“. In ihr werden vorwiegend die Stralsunder Reformationsereignisse widergespiegelt. Stralsund galt als Hochburg der Reformation, denn in keiner anderen Stadt in Norddeutschland war sie so von Stärke, Wucht und Dramatik geprägt.

Relativ früh predigten hier lutherische Anhänger, so Georg v. Ükermünde (bereits am 1. Mai 1523), Christian Ketelhot und Johann Kurecke. Die Forderung nach kirchlichen Veränderungen war verknüpft mit Veränderungen in der Stadtpolitik, wie die Bildung eines Achtundvierzigerausschusses der gleichberechtigt neben dem Rat wirkte, um Einfluss auf die städtischen Belange zu gewinnen. Am 10. April 1525 entlud sich der Unwillen der Massen im Stralsunder Kirchen- und Klosterbrechen. Danach kamen Mitglieder aus diesem Ausschuss in den städtischen Rat.

Stralsund war die erste Stadt Norddeutschlands, die bereits 1525 über eine evangelische Kirchen- und Schulordnung verfügte. Für Pommern an sich war das erst seit 1534 der Fall.

Das Museum zeigt in seiner Ausstellung ca. 200 Objekte, darunter auch Leihgaben des Stralsunder Stadtarchivs, der hiesigen Nikolaikirche sowie des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern. Zu den herausragenden Schaustücken gehören unter anderem Porträts von Martin Luther, Philipp Melanchthon, Christian Ketelhot und Franz Wessel sowie ein Ablassbrief von 1506, ein Lektionar für Leviten und eine Barther Bibel.

Jubiläumsausstellung: Elisabeth Büchsel

"... in Ost un West – to Hus is best!"

Wohl keine andere Malerin erfreut sich bei Stralsundern und Kunstliebhabern der Region so großer Beliebtheit wie Elisabeth Büchsel.
Im Jahr 2017 jährt sich der Geburtstag dieser großartigen Stralsunder Malerin, die weit über ihre Geburtsstadt hinaus wirkte, zum 150. Mal. „Für das STRALSUND MUSEUM ist das ein guter Grund, Elisabeth Büchsel erneut eine Sonderausstellung zu widmen“, so Kuratorin Dorina Kasten. Damit erfüllen die Museumsmacher mit Sicherheit die Wünsche der vielen Büchsel-Verehrer/innen in und außerhalb der Hansestadt. 

In der Bilderschau sind vom 20. Mai bis zum 29. Oktober 2017 ausschließlich Leihgaben zu sehen, die dann zum Teil auch erstmals öffentlich gezeigt werden.

Geboren wurde Elisabeth Büchsel am 29. Januar 1867 als zweites Kind eines Stralsunder Tuchhändlers. Der wohlhabende Status ihres Elternhauses ermöglichte der kleinen Elisabeth Charlotte Helene Emilie eine gute schulische Ausbildung.
Da man ihr zeichnerisches Talent bereits im Kindesalter erkannte, erfuhr sie hier anfangs auch Förderung durch die Familie. Doch der Besuch einer Zeichen- und Malschule blieb ihr seitens der Eltern verwehrt. Somit begann sie, ihr Leben früh selbst in die Hand zu nehmen.
Elisabeth bildete sich zuerst in eigener Regie weiter. Ihr Wunsch, professionell als Künstlerin zu arbeiten war so übergroß, dass sie diesen für Frauen ihrer Zeit steinigen Weg mit enormer Willensstärke verfolgte. Privatunterricht - unter anderem bei Professor Paul Flickel und Franz Scarbina in Berlin, Studienreisen bis nach Frankreich, Geldverdienen, um weiter lernen zu können - sie tat alles für ihre künstlerische Entwicklung.
Frühzeitig machte sie sich als eine ausgezeichnete Porträtistin einen Namen. Heute werden vor allem ihre hinreißenden Kinderbildnisse besonders geliebt. Zudem wird sie nicht nur in Fachkreisen als die Hiddensee-Malerin geschätzt. 

Ihr Vermögen, Menschen und Landschaft gleichrangig auf die Leinwand zu bannen, begeistert Betrachter ihrer Arbeiten immer wieder aufs Neue. Elisabeth Büchsels Werk ist zutiefst den Menschen, die sie umgaben, zugetan. Sie zeigt die Fischer beim Netze einholen ebenso wie die Bäuerin beim Spinnen oder die Frauen und Kinder beim Warten auf die Rückkehr der Boote von See. Ihre Porträts sind charakterstark und voller Seele. Was letztlich auch darauf beruht, dass sie das einfache Leben ihrer „Modelle“ teilte.  

Bereits seit 1904 lebte und arbeitete die Malerin vom Frühling bis zum Herbst auf der kleinen Ostseeinsel, denn neben deren Bewohnern hat sie auch die Schönheit des „Söten Lännekens“ immer wieder fasziniert. Ihre Landschaftsbilder zeigen Hiddensee in allen Facetten. 
Als Henni Lehmann 1919 hier den „Hiddensoer Künstlerinnenbund“ gründete, gehörte Elisabeth Büchsel, neben Clara Arnheim, mit zum Vorstand. 

Ihre letzte Ruhestätte fand „Tante Büchsel“, wie sie besonders die Kinder immer riefen, 1957 in Stralsund auf dem St.-Jürgen-Friedhof.

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